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Ein weithin unbekanntes, dunkles Kapitel in der Geschichte der Silberstadt ist die Messerschmitthalle, eine unterirdische Fabrik nahe Schwaz. Gegen Ende des 2. Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter in dieser Halle unter unmenschlichen Bedingungen Teile für Hitlers “Wunderwaffe”, die Messerschmitt-Me-262-Jagdbomber, herstellen. Nach Ende des Krieges wurde die Geheimfabrik durch die französischen Besatzer entdeckt und gesprengt, und die Messerschmitthalle geriet mehr und mehr in Vergessenheit. Was hat das ganze mit “Thor Steinar” zutun? Viele Artikel dieser Modemarke lassen eine positive Einstellung zum Nationalsozialismus durchblicken, nicht zuletzt das T-Shirt “Flugschule”. Neben dem Aufdruck “Flugschule Thor Steinar” sind darauf mehrere Messerschmitt-Me-262 abgebildet, eben jene Flieger, deren Teile auch in Schwaz hergestellt wurden. Sind die Träger von “Thor Steinar” ein paar Militärfreaks, die sich für die technisch sehr hoch entwickelten Messerschmitt-Jagdbomber interessieren? Wohl kaum, wenn man sich die anderen Thor-Steinar-Artikel genauer ansieht, wie es die Autoren der Broschüre “Investigate Thor Steinar” getan haben. Man kann so zu dem Schluss kommen, die Betreiber des Thor-Steinar-Ladens in Schwaz würden durch die Verherrlichung der NS-Kriegsmaschinerie diesen Teil der Schwazer Geschichte gutheißen. Vielleicht wissen sie aber auch zu wenig über die Geschichte des “3. Reiches”. In jedem Fall würden wir ihnen einen Besuch in diversen Gedenkstätten empfehlen, verbunden mit einigen Nachhilfestunden in Geschichte. Vielleicht wollen sie ja anschließend genau wie wir “Thor Steinar” nicht länger im Land haben. Links zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Messerschmitt_Me_262 http://tirol.orf.at/stories/419734/ Me 262Jan
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orf.at: Höchst umstritten – Weinflaschen mit HitlerIn vielen Ländern sind Devotionalien wie Kalender oder Flaschen mit Adolf Hitler oder Benito Mussolini verpönt und strafbar. In Südtirol aber gehen Artikel mit Mussolini und Hitler über den Ladentisch. Adolf Hitler am Flaschenetikett Weinflasche als Erinnerung In Österreich unvorstellbar Gesetze würden nicht eingehalten Duce-Kalender in Tabak-Trafiken Fehler der Geschichte nicht wiederholen Wie das Verhalten vor allem vieler junger Menschen zeige, sei die Geschichte nicht richtig aufgearbeitet worden. Das müsse man jedoch tun, damit sich die Fehler nicht wiederholen würden, so Reinhild Campidell. Behörden schreiten nicht ein Jan
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Zeitung “Österreich”: Nazi-Souvenirs am AdventmarktDer Verkäufer beruft sich auf die „freie Meinungsäußerung“. Tatsächlich ist der öffentliche Verkauf von brauner Auslegware aber verboten? Hakenkreuze und SS-Runen neben Christbaumkugeln und Stroh- Engerl: Der Flohmarkt auf dem Franziskanerplatz und dem Burggraben geht praktisch nahtlos in den Weihnachtsmarkt vor dem Goldenen Dachl über, der jährlich Zehntausende Touristen nach Innsbruck lockt. ÖSTERREICH wurde von einem aufmerksamen Leser informiert, dass hier, direkt beim Eingang in die Altstadt, Nazi-Orden, SS-Stahlhelme und Hakenkreuz-Stempel verkauft werden. „Meinungsfreiheit“ Trotzdem wird der Verkäufer nervös: Nur Minuten später fährt nämlich ein roter Kastenwagen vor. Die ausgestellten SS-Mützen werden rasch in einen Plastiksack gestopft, der verglaste Schaukasten, in dem Stempel mit Hakenkreuzen und Orden mit Reichsadlern liegen, werden in den Wagen verräumt. Verbotsgesetz Ein Polizeijurist erklärte, man werde nun wieder verstärkt kontrollieren. In der Vergangenheit habe es immer wieder Probleme mit dem Verkauf der verbotenen Erinnerungsstücke gegeben. In jüngerer Vergangenheit sei es aber ruhig gewesen. Die Marke „Thor Steinar“ ist laut Verfassungsschutz Brandenburg Mehr Informationen zur Marke und ihren Bezügen zum Rechtsextremismus Seit etwa einem Jahr wird versucht, die Marke auch in Österreich zu Es wäre ein grober Fehler, Rechtsextremismus und Neofaschismus als „Jugend-“ oder „Randgruppen-Problem“ zu verharmlosen. Gleichzeitig dürfen die Bemühungen der Nazis, mittels „jugendlichem“ Image junge Menschen für sich zu gewinnen, nicht übersehen werden. Befasst man sich mit rechtsextremen Subkulturen, springen vor allem zwei Gruppen ins Auge: die Nazi-Skinhead-Szene und die neu aufgekommene, aus Deutschland übergeschwappte Szene der „Autonomen Nationalisten“. Nazi-Skinheads: Die Skinhead-Kultur entstand Ende der 60er-Jahre in England und war anfangs eine weitgehend unpolitische Jugendbewegung weißer und schwarzer Arbeiterkinder, die sich als Gegenbewegung zum bürgerlichen Establishment verstand und stolz auf ihre proletarische Herkunft war. In den 1970er-Jahren gelang es allerdings der „Britisch National Party“ und der „National Front“ Teile der Szene für rassistisches und neonazistisches Gedankengut zu gewinnen. Dieses Beispiel machte Schule und schwappte in den folgenden Jahren auch auf den Kontinent über, wo sich nun junge Nazis das Skinhead-Outfit zu Eigen machten. Heute ist die Skinhead-Szene sehr heterogen zusammengesetzt, neben den als „Boneheads“ bezeichneten Nazi-Skins gibt es unpolitische „Oi!“-Skins, antirassistische „SHARP“-Skins und die dezidiert linke „RASH“-Skinhead-Szene . Das Verhältnis zwischen Nazi-Skinheads und der organisierten rechtsextremen Szene ist ambivalent: einerseits werden Nazi-Skins gerne fürs „Grobe“ eingesetzt (Saalschutz, Einschüchterung und Gewalt gegen politische GegnerInnen), andererseits kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen beiden. Während „Stiefelnazis“ in der rechten Szene den Ruf notorisch unzuverlässiger Radaubrüder haben, gelten die „Scheitel“-Nazis unter rechten Skins vielfach als verweichlicht und feige. Im Lied „Soldat des Führers“ der NS-Skinband „ Kraft durch Froide“ heißt es dazu, gewohnt poetisch für die „stolzesten“ Vertreter des Landes der Dichter und Denker: Ist von Neofaschismus die Rede, wird in den Massenmedien gerne das Bild kahlgeschorener, betrunkener und grölender junger Männer gezeichnet. Zwar darf die von Nazi-Skins ausgehende Gewalt keineswegs verharmlost werden, jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass diese Bilder eine für die bürgerliche Gesellschaft entlastende Funktion haben. Rechtsextremismus wird auf diese Weise als Problem jugendlicher Randgruppen heruntergespielt. Dass für Rechtsextreme hierzulande aber auch Platz auf bestens bezahlten Parlamentssitzen ist und rassistische Stereotype bis weit in die sogenannte „gesellschaftliche Mitte“ verbreitet sind und von dieser tradiert werden, kann so gemütlich ausgeblendet werden. „Autonome Nationalisten“ Die Anfänge der „Autonomen Nationalisten“ gehen in die frühen 1990er-Jahre zurück, als Neonazis zum Schutz vor dem Zugriff der Justiz Konzepte der autonomen Linken kopierten und sich lose in regional operierenden Kleingruppen organisierten. Während anfangs nur die Aktionsformen übernommen wurden, begann man ab etwa 2002 auch linke Symbolik und Losungen in modifizierter Form nachzuahmen. Frakturschrift, Trachtenanzüge und 3.-Reichs-Folklore wurden damit zunehmend durch Hip-Hop-Schriftzüge, Kapuzenpullover und Pali-Tücher ersetzt, die als alternativ bzw. links geltend unter Nazis bisher verpönt waren. Die neuen Kleider bedeuten aber keineswegs eine Neuerung der politischen Ausrichtung. Im Gegenteil, gerade die „Autonomen Nationalisten“ heben sich durch besondere Gewalttätigkeit und ungenierte Anlehnung an den „Nationalsozialismus“ hervor. Das neue „Styling“ hat insbesondere den Zweck, das verstaubte Image „ewiggestriger“ Rechtsextremisten aufzupolieren um damit jugendliche Subkulturen aller Art zu unterwandern und mit faschistischen Inhalten zu füllen. Inhaltlich stilisieren sich die „Autonomen Nationalisten“ in pseudorevolutionärer Manier zu Kämpfern gegen „das System“, aus welchem angeblich einzig der „nationale Sozialismus“ einen Ausweg verspricht. Damit knüpfen sie direkt an die Taktik der NSDAP der 20er- und frühen 30er-Jahre an, wobei sie sich selbst gerne in der Tradition der SA sehen. Wie ihre geistigen Ahnen haben auch die „Autonomen Nationalisten“ die Aufgabe, Unzufriedenheit in systemstabilisierende Bahnen zu lenken. Die Agitation für den „nationalen Sozialismus“ – zu Zeiten des Kalten Krieges von den Faschisten weitgehend abgelehnt – ist dabei auch in Zusammenhang mit der zunehmenden Ablehnung des Kapitalismus zu begreifen. Im Gegensatz zu Deutschland sind die „Autonomen Nationalisten“ in Österreich gegenwärtig noch eine Randerscheinung, durch den massiven Austausch der Szene beider Länder ist jedoch in den kommenden Jahren mit einem Bedeutungsanstieg dieses Phänomens zu rechnen. Die antifaschistische Bewegung stellt dies vor die Aufgabe entsprechende Gegenstrategien zu finden. Codes, Marken und Begriffe Eng verknüpft mit dem Bemühen um einen neuen „Lifestyle“ der Nazi-Szene sind auch die Verwendung von Codes und die Versuche, rechtsextreme Marken zu etablieren. Damit sollen neonazistische Inhalte weniger plump transportiert werden, Szene-Zugehörigen aber trotzdem die eigene Gesinnung signalisiert werden. Dazu dienen insbesondere folgende Zahlen-Codes, die sich meist auf den jeweiligen Buchstaben im Alphabet beziehen: 18 AH „Adolf Hitler“ Ebenfalls in der Nazi-Szene werden Buchstaben-Codes verwendet, wie folgende: B&H „Blood & Honour“ In der rechtsextremen Szene gerne getragen werden unter anderem folgende Kleidungsmarken : Alpha Industries Das Logo der Marke ähnelt dem verbotenen Zivilabzeichen der SA, die US-amerikanische Marke steht selbst in keinerlei Verbindung zur Nazi-Szene Wenn Neonazis zur Feder greifen, entbehrt dies oft nicht einer unfreiwilligen Komik. Wissenschaftliche Publikationen, die Originalzitate anführen, kommen selten ohne die Anmerkung „Fehler im Original“ aus. Besonders zeichnen sich neonazistische Schriftstück aber durch die Verwendung von Codes und symbolischen Begriffen auf, folgende Auflistung soll deren Entzifferung erleichtern: Besatzung: Soll in seinen unterschiedlichen Abwandlungen (Besatzungsregime, Besatzerpresse)signalisieren, dass Deutschland 1945 nicht befreit sondern besetzt wurde Brauntöne Eine besondere Bedeutung bei der Verbreitung neonazistischen Gedankenguts kommt der Musik zu. Der österreichische Verfassungsschutzbericht von 2007 urteilte darüber: „Primär ist es die Musik die den Weg in die rechtsextreme Szene ebnet“. Die ursprünglich von Marschmusik und Rechtsrock dominierte rechte Klangwelt ist in den vergangenen Jahren wesentlich breiter geworden und soll hier in einem kleinen Überblick dargestellt werden: Rechtsrock / „Rock Against Communism“ Liedermacher Hip Hop National Socialist Black Metal (NSBM) Grundsätzlich muss scharf zwischen gewöhnlichem Black Metal und NSBM unterschieden werden. Da im Black Metal grundsätzlich menschen- und christenverachtende, sowie kriegsverherrlichende Texte als Stilmittel verbreitet sind, werden oft Bands fälschlicherweise als NSBM-Bands bezeichnet. NSBM-Bands zeichnen sich durch klar identifizierbare nationalsozialistische Texte und Symbolik aus, viele Bands sparen sich das herumhantieren mit Runen und anderen legalen Symbolen und verwenden einfach Hakenkreuze in ihren Bandlogen. Sie nehmen starken Bezug auf den alt-germanischen Asenglauben und legen die Edda als Darstellung der Überlegenheit der germanischen Rasse aus. Auf Konzerten wird offen der Hitlergruß verwendet, während den Pausen nationalsozialistische Lieder gesungen. Die deutschen NSBM-Bands zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sehr intensiv mit zahlreichen illegalen rechtsextremen Gruppierungen zusammenarbeiten oder direkt Mitglieder sind, dabei ist besonders die Arbeit bei und mit „Blood & Honor“ zu betonen. Darüber hinaus gibt es aber auch Kontakte zur NPD. NSBM-Konzerte werden gewöhnlich konspirativ organisiert und erst kurz vorher bekanntgegeben. Um ihren Einfluss auf die Black Metal-Szene weiter zu festigen, kommen zu diesen Konzerten auch oft Nazis, die mit solcher Musik normalerweise nichts am Hut haben. Die wohl bekannteste NSBM-Band ist Burzum, eine Ein-Mann-Band von Kristian „Varg“ Vikernes aus Norwegen. Vikernes fiel durch den Mord an Øystein „Euronymous“ Aarseth auf. In diesem, sowie im Fall der Brandstiftung an drei norwegischen Kirchen, der versuchten Brandstiftung an einer weiteren und dem Besitz von Waffen und Sprengstoff, mit dem er laut eigener Aussage das Norwegische Parlament sprengen wollte, wurde er zu einer 21-jährigen Haftstrafe verurteilt, die er seit 1994 absitzt. Aufgrund seiner wiederholt NS-verherrlichenden Äußerungen und seiner Gewaltbereitschaft, die er 2001 durch einen bewaffneten Ausbruchsversuch unter Beweis stellte, wurden bereits mehrere Gnadengesuche abgelehnt. In Deutschland sorgte die NSBM-Band Absurd ebenfalls mit einem Mord am 15-jährigen Sandro Beyer, den sie für „lebensunwürdig“ erachteten, für Aufsehen. Im Lieder der Band „Germanien über alles“ heißt es etwa über die SS: „In den Divisionen Wiking und Nordland waren geeint, unsre Ahnen unerschütterlich für das Reich gegen den Feind. Ihre Ehre die hieß Treue, in den Adern floss ein arisch Blut“. Die Band ist heute noch unter anderer Besetzung aktiv. Quelle:“Antifa-Broschüre. Begleitheft zur Kampagne ‘Aktiv gegen Rechts!’” der KJÖ |